Schule heute

Grundschule Talblick in StiebritzDie Heimatorte der Kinder liegen zwischen Dornburg und Cospeda und sie werden u. a. mit Schulbussen in unsere Einrichtung gebracht.

Es hieße Eulen nach Athen tragen, wenn man die Vorteile einer Landschule mit ihrem naturnahen Gepräge, ihrer überschaubaren Größe und ihrem darauf basierenden Vorteil der pädagogischen Einflussnahme hinsichtlich des Gemeinschaftssinnes, eines ruhigen Umfeldes und eines gepflegten Umganges miteinander erläutern sollte. Ein Positivum unserer Schule ist die enge Verbindung der Schule mit der Turnhalle, den Sportanlagen, dem Schulgarten und dem Spielplatz. Die Toilettenanlagen sind saniert und wir haben einen hellen und freundlichen Speiseraum in der Schule, der gleichzeitig als kleine Schulaula genutzt werden kann.

Zu den 6 Klassenräumen stehen uns auch separate Räume für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung. Unsere Schule hat ein kleines Computerkabinett, welches regelmäßig von der Klasse 3, 4 und nachmittags von den Hortkindern genutzt wird.

In unserem Haus musizieren die Musikschule SHK und die Musikschule Fröhlich. Die Euroschulen bieten Englischunterricht in spielerischer Form für die Klassen 1 und 2 an. Ab Klasse 3 ist der Englischunterricht fester Bestandteil des Stundenplans.

Jeder Schüler der Klasse 1 bis 4 nimmt an einer Ergänzungsstunde teil.

Die Schüler der Klassen 1 und 2 haben die Möglichkeit selbst nach ihren Interessen und Neigungen ihre Ergänzungsstunde zu wählen. Die Schüler der Klassen 3 und 4 nehmen alle am Englischunterricht, Computerunterricht teil und alle Schüler nehmen mindestens an einer Ergänzungsstunde teil.

Der Umgang mit dem Computer wird für Klasse 3 und 4 von Herr Viehöfer vermittelt.
Für unsere Fußballfreunde:
Fußball findet für die Klassen 1 und 2 am Dienstag und für die Klassen 3 und 4 am Montag mit Herr Liesker statt.
zusätzlich bietet Herr Riemer am Dienstag 13:30 Uhr eine weitere Stunde an.
Das Laienspiel mit Frau Ferber findet am Montag in der 6 Stunde statt.
Basteln wird von Frau Schreiber am Montag in der 6 Stunde angeboten.

Für ein abwechslungsreiches und vielseitiges Schulleben planen wir feste Höhepunkte und Wettbewerbe im Schuljahr.

- Herbstprojekt mit Herbstcross
- Herbstfest
- Herbstschulwanderung
- Weihnachtsfeiern
- „Ski - und Rodel gut"
- Hauskonzert
- Schulfasching (Projekttag)
- Talente stellen sich vor
- Vorlesewettbewerb
- Sportfest
- Schulfest (Projekt) mit Seifenkistenrennen

Ziel unserer außerunterrichtlichen Arbeit ist es, dass unsere Schule einen festen Platz im Territorium einnimmt und die Zusammenarbeit mit unseren Eltern weiter gefestigt und ausgebaut wird.

Die 4. Klassen fahren zur Radfahrausbildung nach Eisenberg in einen neuen Verkehrsgarten.

Unsere Laienspielgruppe leistet ein Stück öffentliche Kulturarbeit im Territorium. Sie treten in den Kindergärten unserer Schuleinzugsbereiche, zu Rentnerweihnachtsfeiern und zu Veranstaltungen der Stadt Dornburg auf.

Das Herbstfest und besonders unser Schulfest gestalten wir zu Höhepunkten im Schuljahr. Die rege Teilnahme und Mitarbeit unserer Eltern an diesen Schulfesten und die Unterstützung der Bürgermeister der einzelnen Gemeinden zeigen uns, dass wir die Verbindung Elternhaus und Schule - Schule und Territorium immer enger knüpfen und gestalten.

1997 gründeten die Eltern einen Schulförderverein, der die schulische und außerschulische Arbeit unterstützt und sich für die Ausgestaltung der Schule einsetzt.




Schule damals

Grundschule in StiebritzIm Oktober 1945 wurden die Schulen in unserem Land wieder eröffnet. Seit März 1945 hatte kein Unterricht mehr stattgefunden. In den Schulen gab es wenig Schulmöbel, auch anderes Schulmaterial stand kaum zur Verfügung. Es mangelte an Kreide, es gab keine Hefte oder gar Bücher, als Tafel nutzte man weitestgehend gerade einmal 1 m² große Schiefertafeln. Mangel bestand auch an Heizmaterialien, so dass Schüler dann sogar diese von daheim mitbrachten, um die Schulstube warm zu halten.

In jedem Ort gab es einen Schulraum. Entweder wurden darin alle 8 Klassen unterrichtet oder, wenn es zu viele Kinder waren, gingen die Großen am Vormittag und die Kleinen am Nachmittag in die Schule.

Am Anfang fehlten auch Lehrer, und so wurde in Zimmern 2 Tage unterrichtet, in Stiebritz 2 Tage und dann noch 2 Tage in Nerkewitz. Damit die Schüler künftig besser ausgebildet werden konnten, wurden die Lehrpläne geändert und auch die Schulbedingungen verbessert.

1945 - 1951

In Stiebritz begann der regelmäßige Unterricht wieder im Oktober 1945.

Für die Kinder aus Stiebritz und Hainichen stand nur ein einziger Klassenraum zur Verfügung. Mit den vielen Flüchtlingskindern waren es 101 Kinder. So mussten am Vormittag die Großen (5. - 8. Klasse) in die Schule, am Nachmittag die Kleinen (1. - 4. Klasse). Zeitweilig war auch nur 2x wöchentlich Schule, weil kein Lehrer für die anderen Schulorte zur Verfügung stand.

Ab 1951 wurde ein ehemaliger Haferboden als zweiter Klassenraum genutzt. Da es eine steile Treppe hoch ging, wurde dieser Raum als „Hochschule" bezeichnet. Jetzt standen in Stiebritz endlich zwei Klassenräume zur Verfügung.

Um die Schulbedingungen für die Kinder weiter zu verbessern, beschlossen die Eltern, die Lehrer und die Bürgermeister, die Schulen Nerkewitz und Stiebritz zusammenzulegen (1951). Nun brauchten von den Lehrern nur noch zwei Klassenstufen, manchmal auch vier (meistens die Klassen 1 - 4) gemeinsam unterrichtet werden.

1952 - 1974

Ab 1966 bestand die Oberschule Gönnatal. Jetzt wurden die Schüler von Vierzehnheiligen bis Hainichen gemeinsam unterrichtet.

Man legte fest, dass in
- Vierzehnheiligen die 1. Klasse,
- Krippendorf die 2. Klasse,
- Nerkewitz die 3. und 4. Klasse,
- Stiebritz die 5. und 7. Klasse und
- Altengönna die 6. und 8. Klasse
unterrichtet werden. Das war notwendig geworden, um den Landkindern die gleichen Bildungschancen wie den Stadtkindern einzuräumen. Gleichzeitig wurde auch der Schulbusverkehr eingeführt. Diese Schulform bestand bis 1975, zur Neueröffnung der Oberschule Stiebritz.

Inzwischen wurden ab 1966 auch die Schüler der 7. und 8. Klasse von Cospeda, Closewitz und Lützeroda in dieses Schulsystem miteingegliedert, da in dem oberen Bereich noch immer Mehrstufenunterricht bestand. 1969 kamen noch die 5. und 6. Klasse hinzu.

Mit dem Zusammenlegen der Schulen kamen viele Schüler erst spät nach Hause. So wurde ab 1966 mit der Schulspeisung begonnen. Als Essenraum diente der Vorraum des Kulturhauses. Im Kulturhaus wurde auch Sportunterricht erteilt, und auf der Bühne wurde teilweise eine 3. Klasse untergebracht, wenn Chemieunterricht war. Da musste die 8. Klasse ebenfalls nach Stiebritz

1970 wurde auch mit der ganztägigen Bildung und Erziehung (Hort) begonnen. Unsere erste Hortnerin war Frau Witaseck, sie betreute alle Kinder in einem Raum in Nerkewitz. Als es mehr Kinder wurden, wurden noch weitere Kräfte im Hort eingesetzt.

1973 wurde aus Kindermangel zum ersten Mal die 1. Klasse gemeinsam eingeschult.

1975 - 2005

Im September 1975 wurde die Oberschule Stiebritz feierlich eröffnet.

Nun wurden alle Schüler von Cospeda bis Hainichen gemeinsam unterrichtet. Es gab keinen Mehrstufenunterricht mehr. Moderne Klassenräume, schöne helle Horträume, viele neue Schülerarbeitsmittel standen zur Verfügung. 1976 konnte dann auch die Turnhalle eingeweiht werden. In den folgenden Jahren wurden der Pausenhof, die Außenanlagen und der neue Schulgarten eingerichtet. Mit dem Beginn der Polytechnischen Ausbildung fuhren die Schüler nach Steudnitz zur Ausbildung. Die 9. und 10. Klassen hatten ihre praktische Ausbildung in den LPG-en, der Milchviehanlage und der Werkstatt.

Die ehemalige „Hochschule" wurde abgerissen. Der ursprünglich erste Klassenraum in der „alten" Schule diente später als Arztzimmer, Gemeindebüro und Sitz des Bürgermeisters, anschließend viele Jahre als Jugendclub und ist jetzt in privaten Besitz der Familie Heidler/Flämig übergangen.

In unserer Schule lernten in den Jahren von 1992 an immer 4 - 8 Klassen. Die ersten Jahre waren alle Klassen zweizügig, dann kamen die geburtenschwachen Jahre nach der Wende und das bedeutete für uns, dass nur 4 Klassen in unserem Haus lernten mit relativ kleinen Schülerzahlen.

Nach der Wende wurde aus der Polytechnischen Oberschule „Hans Beimler" die Staatliche Grundschule Stiebritz, die in den ersten Jahren noch einen Regelschulteil mit den Klassen 5, 6 beherbergte. Dieser wurde dann nach Golmsdorf und später nach Dorndorf verlegt. Die Schule wird nur noch von den Grundschülern der 1. - 4. Klassen besucht.

Zum 25. Geburtstag unserer Schule „tauften" wir sie auf den Namen „Talblick".

Im Schuljahr 2005 /2006 besuchten unsere Schule wieder 124 Grundschüler, die in sechs Klassen lernen.




2005 - 30 Jahre „Grundschule Talblick" - Ganz Stiebritz feierte

Das kleine idyllische Dorf Stiebritz nahe Dornburg mit liebevoll erhaltenen Bauernhöfen, hübsch blühenden Vorgärten und gerade mal einhundert Einwohnern zeigte sich vor kurzem im vollen Glanz, denn die Schule des Ortes feierte dreißigjähriges Jubiläum. Mit viel Fleiß und Aufwand wurde dieses Fest von Einwohnern, Schülern und Lehrern vorbereitet und veranstaltet.

Im Schulhaus traf man auf Utensilien aus früheren Jahren, von der FDJ-Fahne bis zur alten Schulbank aus Holz. Die Wände schmückten alte und neue Klassenfotos, Bastelarbeiten und Gemälde der Schüler von damals und heute. Schüler wurden zu Models und zeigten zum Beispiel Pionierkleidung, aber auch den sportlichen Trainingsanzug aus Baumwolle. Den Kindern wurden verschiedene Spiele geboten, und mit einer Ponykutsche konnten sie durch das Dorf zum Bauernmarkt fahren, welcher das Fest abrundete. Für gutes Essen und Trinken sorgten die Freiwillige Feuerwehr und die Interessengemeinschaft „Backofen allerlei". Seit vier Jahren backen die Frauen in einem alten Backofen der Familie Joseph, welcher aus deren Bauernhof ausgebaut und auf dem Dorfplatz vor der kleinen Kirche neu aufgebaut und verschönert wurde. In einer gemütlichen Atmosphäre kann man nun jährlich zum Backofenfest leckeren Kuchen nach alten Thüringer Rezepten und Brötchen genießen.